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Ich versuche eine Stiftsfrau darzustellen, die im Auftrag ihrer Äbtissin reist.
Meine Erstdarstellung bewegt sich vom 9. Jh. immer mehr in Richtung 1050, zum einen durch Missionsbestrebungen in der Wikingerniederlassung Haithabu, zum anderen der besseren Fundlage wegen.
Sämtliche Kleidung wurde von mir mit der Hand genäht und lehnt sich an die für karolingische Zeit übliche Frauenkleidung an.
D.h. Unterkleid und Kleid aus Leinen, Wollkleid, Radmantel und Messer, wendegenähte Schuhe. Eine einheitliche Nonnenbekleidung
gab es im frühen Mittelalter noch nicht. Die karolingische Männerkleidung des gelegentlich mitreisenden Ehegatten ist aus
handgewebtem Bauernleinen genäht, die ottonische Tunika aus grüner Wolle.
Hat die Stiftsfrau einen Mann? 2010 immer noch denselben wie 1983 ;-) Wie das AD 850 war, darüber kann ich
keine Auskunft geben. Aber in den Geschichtsbüchern könnt ihr da einiges nachlesen.
Ich danke allen, die mir auf meinem Weg bis hierher geholfen haben. Falls jemand Literaturtipps über frühmittelalterliche
Ordenskleidung hat, her damit! Mir ist bislang nichts bekannt.
Herkunft einiger meiner Ausstattungsteile:
Wimpel: Stickerei nach asturischen Vorlagen (Siegeskreuz aus dem Jahr 908,Schatzkammer im Dom zu Oviedo), Form nach Vorlagen des Domschatzes zu Gerona, Entwurf Paramentenwerkstatt Neuendettelsau, www.paramentenwerkstatt.de
Fibel nach Fund von Holger Ratsdorf
Kreuze von Markus Neidhardt (Bronze, 9. Jh.) und Nils Gunni Vase (Silber, Birka 10.Jh.)
Zelt von der historischen Zeltnäherei Dauster in Saarlouis
Keramik aus Níjar, Andalusien und von Ramón y Vila, La Palma
Mehr auf Nachfrage per Email (siehe "Feedback").
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